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Die Ergebnisse der Online-Umfrage zum Bedarf von KMU im Bereich Usability und User Experience (UUX) liegen vor: KMUs sehen Kollaborationswerkzeuge als wichtigen Bestandteil für das Unternehmenswachstum und ihre Produktentwicklung.

Im Jahr 2018 führte das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Usability eine Online-Umfrage durch, bei der der aktuelle Stand kleiner und mittlerer Unternehmen im Bereich Usability und User Experience sowie deren zukünftige Bedarfe erfragt wurden. Insgesamt beantworteten 203 MitarbeiterInnen aus verschiedenen KMUs die Umfrage. Die Ergebnisse der Umfrage werden in loser Folge über diese Webseite veröffentlicht. Heute werden die Ergebnisse zum Umgang von Unternehmen mit Kooperationslösungen und deren Anwendung in Unternehmensnetzwerken beleuchtet.

Kooperationslösungen sind ein essentieller Bestandteil für funktionierende Unternehmensnetzwerke. Es muss unter anderem eine kontinuierliche Kommunikation durch beispielsweise Video-Telefonie gegeben sein, gleichzeitig müssen Information und Wissen effektiv verteilt werden können, beispielsweise durch ein Wiki oder andere Wissensmanagement-Tools. Insgesamt 23% der Unternehmen gaben an, dass Lösungen zu diesen Themen fest etabliert sind, während 20% immerhin verschiedene Lösungen erproben. Dem gegenüber stehen jedoch 59% der Befragten, die keine oder nur vereinzelt Lösungen einsetzen. In 22% der Unternehmen sind sogar keine Lösungen bekannt, während 21% angeben, Lösungen zu kennen, diese aber nicht einsetzen. Eine kleine Masse von 16% der Unternehmen gab an, dass sie vereinzelt Lösungen einsetzen. Insgesamt beantworteten 196 Teilnehmer die Umfrage. Es kann in Summe festgestellt werden, dass es zwar Unternehmen gibt, die sich mit der Thematik befasst haben, aber eine noch größere Masse nicht mit der wichtigen Thematik vertraut ist und die zur Verfügung stehenden Lösungen nicht richtig einsetzt. 

37 Teilnehmer gingen im Anschluss in einem optional bearbeitbaren Teil der Umfrage näher auf die Unterstützung von Zusammenarbeit in ihrem Unternehmen ein. Hier konnten interessante Informationen zur Kollaboration innerhalb einzelner und zwischen mehreren Unternehmen gewonnen werden. Es zeigt sich, dass unter den Unternehmen über 96% in Kollaboration mit einem oder mehreren Unternehmen stehen. Gleichzeitig sagen 35% der Teilnehmer, dass ihr Unternehmen in einem Netzwerk von mehr als 5 und bis zu 100 Partnerunternehmen steht. Betrachtet man die Eigenschaften, die den Teilnehmern bei der Kaufentscheidung von Kollaborationssoftware wichtig sind, sind Verfügbarkeit und IT-Sicherheit am wichtigsten. Mit dem Hintergrund der Datenschutzgrundverordnung auf der einen und der großen Tragweite von Gefahren durch Datenverlust auf der anderen Seite, macht dieses Ergebnis besonders Sinn. Interessanterweise ist den Teilnehmern der Funktionsumfang wiederum weniger wichtig. Funktional betrachtet, ist das Management von Abläufen, der Austausch von Wissen und der Austausch von Daten am bedeutsamsten. Es geht Nutzern von Kollaborationssoftware also nicht so stark um ein quasi allmächtiges Werkzeug, sondern stattdessen um gut funktionierende, einfach verfügbare Werkzeuge.

Die Ziele zu deren Zweck Kollaborationssoftware eingesetzt und angeschafft werden, geben einen deutlichen Hinweis, wie wichtig Zusammenarbeit- und Kollaboration-Software geworden sind. Am stärksten wurde bei dieser Frage die Kategorie Ausbau von Produkt- und Dienstleistungsangeboten angegeben. Das bedeutet, das Kollaborationswerkzeuge direkt genutzt werden um das Produkt zu stärken oder die Produktpalette auszubauen. Als zweite Kategorie folgt die Koordination von Arbeitsabläufen also eine klassische Kategorie für die Steigerung der Produktion. In Summe wird hier die Bedeutung der Software, die Zusammenarbeit unterstützt, deutlich. Dazu passend wurde als ebenso wichtig die Kategorie Beschleunigung von Prozessen angegeben, eine sich auf Produktivität beziehende Kategorie. Weiterhin wichtig wird Kreativität und Innovation angesehen. Da Kollaborationswerkzeuge oft zur Brainstorm- und Design-Unterstützung verwendet werden, zeigt dieses Ergebnis wie wichtig Softwareunterstützung in diesem Bereich ist.

Zusammenfassend belegen die Ergebnisse der Umfrage die Bedeutsamkeit einerseits von Zusammenarbeit und des Herstellens und Erhaltens von Netzwerken, und zum anderen die Bedeutsamkeit von Unterstützungswerkzeugen für die Gestaltung und Nutzung dieser Netzwerke, um den Unternehmenserfolg zu gewährleisten.


01.07.19

Mehr zum Projekt

Karlsruher Institut für Technologie

Kontakt

Ivo Benke
  • Karlsruher Institut für Technologie
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability

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