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UX/UI Designer*Innen haben bereits Erfahrung damit, „remote“ oder im Homeoffice zu arbeiten, da sie oft als selbstständige Kreative die Möglichkeit haben, sich ihren Arbeitsort selber auszusuchen. Daher gibt es bereits einige Tools, die die Arbeit eines Designers von flexiblen Arbeitsplätzen aus ermöglicht. Diese bieten meist eine kostenlosen Teilnutzung an und ermöglichen es mit anderen Teammitgliedern und Kunden an einem Dokument gleichzeitig, also kollaborativ zu arbeiten.

Am Anfang des User Centered Design Prozesses (UCD) steht das Verstehen und das Visualisieren. In der Konzeptphase werden vorerst die Nutzerbedürfnisse untersucht und der Nutzerpfad, also die einzelnen aufeinanderfolgenden Schritte, die Nutzer*Innen einer Anwendung durchlaufen visualisiert.

Methoden wie z.B. Personas oder User Journeys  dienen der Untersuchung der Nutzerbedürfnisse. Zu diesen Methoden werde vom Kompetenzzentrum Workshops und Beiträge angeboten, die bald auch als Webinare verfügbar sein werden. Um auf vereinfachte, grafische Art den Nutzerpfad darzustellen, empfiehlt es sich Fowchart Diagramme zu erstellen.

Für die Konzeptphase des UCD Prozesses werden im Netz mittlerweile eine Reihe von Tools angeboten:

Lucidchart ist eine Web Applikation, die eine kostenlose Nutzung von 25 MB anbietet. Sie dient der schnellen und einfachen Erstellung von Flow-Charts und eignet sich als Bezahlvariante auch für kollaboratives Arbeiten in Echtzeit mit mehreren Personen.

Die Open Source Webapplikation Wireflow bietet über 100 vorgefertigte Wireframes für die Kollaborative Erstellung von User-Flow und Wire-Flow Diagrammen an.

Flowmap erlaubt in der kostenlosen Variante genug Speicherplatz für ein kollaboratives Projekt. Es eignet sich für die Erstellung von Flowcharts, Sitemaps, Personas und Customer Journey Maps. Je nach Projektphase können Nutzer*Innen das jeweilige Interface auswählen und die unterschiedlichen Vorlagen für die Erstellung von Personas und Wireframes für Sitemaps nutzen.

Miro erlaubt in der kostenlosen Variante drei kollabotative Boards (Arbeitsflächen) zu nutzen. Es bietet Templates für die Methoden Kanban, Mindmaps, User Stories, Customer Journey und Brainstormings an. Darüber hinaus ist es besonders praktisch für die Arbeit von unterwegs, da die Applikation auf unterschiedlichen Endgeräten installiert werden kann. Mir persönlich gefällt, dass die aktiven Teammitglieder auf der Arbeitsfläche durch verschieden eingefärbte Pfeile mit Namen angezeigt werden.

Sowohl Flowmap als auch Miro bieten die Möglichkeit an, mit dem Team zu Chatten und Kommentare auf der Arbeitsfläche hinzuzufügen.

Nun folg die Umsetzungsphase. Für die Visualisierung der Benutzeroberfläche werden oftmals zu erst sogenannten Low-Fidelity Wireframes erstellt. Dafür eignet sich die Web Applikation Figma, die das gemeinsame, kollaborative Gestalten am gleichen Dokument ermöglicht. Die Dokumente werden auf der Figma-Cloud gespeichert und können dadurch von überall aus gesichtet und bearbeitet werden. Durch die Chatfunktion könne die Mitgestalter miteinander kommunizieren und Kommentare zu den Entwürfen schreiben. Die kostenlose Variante erlaubt 2 Personen gemeinsam an drei Projekten zu arbeiten. Die Benutzeroberfläche ähnelt der vom bereits weit verbreiteten Design Programm Sketch.

Für das Entwickeln von Prototypen von UX/UI Design Projekten lassen sich mit Figma bereits sogenannte Click-Dummies erstellen. Um die Wireframes der Benutzeroberfläche interaktiv zu machen, bietet sich auch Invision gut an. Marvel ist ebenfalls eine Web-Based Freemium Applikation und ermöglicht es, Wireframes durch interaktive Elemente zu verknüpfen, um Prototypen ohne Programmierung zu erstellen. Diese Prototypen können durch einen Link versendet und auf jedem Handy geöffnet werden, um Remote Nutzer-Tests damit durchzuführen.

Wichtig für die Zusammenarbeit ist auch der „persönliche“ Kontakt zum Team und zu Kunden. Mit Applikationen wie z. B. Zoom oder Skype können Präsentationen und Meetings gehalten werden. Für manche Agenturen in Deutschland ist es nicht nur wichtig, dass das Team auf die Server Zugriff hat, sondern auch, dass regelmäßige soziale Treffen, wie das gemeinsame Kaffeetrinken virtuell aufrecht gehalten wird (PAGE online).

Doch sogar mit der richtigen Software, einem Laptop und guter Internetverbindung ist zur Zeit die Arbeit von zu Hause aus eine besondere Herausforderung. Wenn die Kinder nicht in die Schule oder in die Kita können, Freunde und Familien nicht besucht werden dürfen und die einzige soziale Aktivität der Supermarktbesuch ist, dann können die Motivation und die Kreativität auch darunter leiden. Einige Kultureinrichtung bieten Onlineangebote an, um während der Isolation weiterhin Unterhaltung und Ablenkung zu genießen. Die Schaubühne in Berlin biete ein täglich wechselnden online Programm an, die Berliner Clubszene bietet täglich neue live DJ-Sets an und der Basketballklub Alba Berlin richtete eine tägliche online Sportstunde für Kinder ein.

Weiterführende Links zu den Methoden:
PersonasUser JourneysFowchart Diagramme

Weiterführende Links zur genannten Software: 
Lucidchart , WireflowFlowmapMiroFigmaSketchInvisionMarvel

Weiterführende Links zur Begriffserläuterung:
BenutzeroberflächePrototypenClick-DummiesRemote Nutzer-Tests

Weiterführende Links zu Sport- und Kultureinrichtungen:
SchaubühneClubkulturSportstunde


30.03.20

Kontakt

Veronica Hoth

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