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Jeder spricht von „Agilität“, doch was bedeutet das eigentlich? Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum beschäftigt sich schwerpunktmäßig auch mit dem Thema “UUX und Agilität”. Hier geben wir Ihnen einen Überblick, was es mit Agilität auf sich hat und warum es vielleicht auch für Sie wichtig sein kann, sich damit zu beschäftigen.

Photo by You X Ventures on Unsplash
 

Märkte und Anforderungen verändern sich mittlerweile so schnell, dass klassisch organisierte Unternehmen in ihrer Produkt- und Serviceentwicklung nur noch begrenzt darauf reagieren können. Klassische Strukturen folgen einem sequenziellen Ansatz, wie z.B. dem „Wasserfall“-Modell. Dies erfordert allerdings eine gründliche Vorabplanung und viel Zeit, um die Analyse, Konzeption, Gestaltung, Implementierung und Evaluation bis zur Fertigstellung des Produktes zu durchlaufen und dieses anschließend auf den Markt zu bringen. Aufgrund der Marktdynamik wird im Prozess allerdings zunehmende Flexibilität und Dynamik gefordert. Zusätzlich muss auch die Dauer bis zur Produkteinführung verringert werden. “Time to market” gewinnt somit stetig an Bedeutung.

„Agilität“ ist eine Überbegriff für Methoden, die helfen sollen, genau dieses Ziel zu erreichen. Sie unterstützen ein Projektmanagement und einen Arbeitsansatz, die auf iterativer und schrittweiser Entwicklung basieren; mit regelmäßiger Überprüfung und frühzeitiger Anpassung der Produktbestandteile. Agil zu arbeiten, bedeutet für alle Unternehmen, einen kulturell anderen Weg zu beschreiten, Software-Projekte und Produkt- oder Anwendungsentwicklungen zu organisieren. Veränderungen ergeben sich sowohl in den Prozessen und organisationalen Abläufen, aber auch in der Führung und Zusammenarbeit zwischen MitarbeiterInnen. 

Was allen agilen Ansätzen gemein ist, ist der Versuch, schneller und flexibler auf neue Kundenanforderungen einzugehen und die Organisation auf den Kunden zu fokussieren. Agile Unternehmen können Kunden beispielsweise begeistern, indem sie diese eng in den Entwicklungsprozess einbinden.

Teams bekommen dabei die Verantwortung für ihr eigenes Handeln und ihre Arbeitsergebnisse. Dies kann MitarbeiterInnen motivieren, bringt aber auch viele Veränderungen mit sich. Dadurch sind traditionelle Organisationen gefordert, Prozesse professionell vorzubereiten und zu begleiten. Workshops und Austauschmöglichkeiten innerhalb und außerhalb der Organisation können helfen, Zuversicht und Commitment auch bei kritischen MitarbeiterInnen zu erreichen.

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Der Startpunkt für agiles Arbeiten kann entweder ein „Pilot“ sein, d.h. ein Bereich, der die neuen Wege voraus geht und dessen Erfahrungen für andere Abteilungen wegweisend sind. Ebenso kann der Einstieg auch über Trainings zum agilen Methodenkatalog erfolgen, die beispielsweise mit Hilfe von „Agile Games“ gut vermittelt und begriffen werden können. Eine intensive Diskussion zu agilen Werten und Prinzipien sollte angeregt werden. Diejenigen, die einen solchen Prozess bereits teilweise durchlaufen haben oder sogar vollständig agil arbeiten, können hier mit eigenen Erfahrungen beitragen. 

 

Erhöhte Produktionsgeschwindigkeit, bessere Kundenorientierung und größere Mitarbeiterzufriedenheit sind nur drei Gründe, warum Unternehmen Agilität für sich nutzen. In loser Folge informieren wir Sie in den unten genannten Beiträgen über agile Vorgehensmodelle, Chancen bzw. Herausforderungen und geben aktuelle Praxiseinblicke.

 

Weitere Unterlagen zum Thema Agilität

Vergleich agiler Prototypentools
13.08.19
Die Wahl des richtigen agilen Projektmanagement-Tools ist wichtig, um bei der Pflege der Projektpläne und Teamkommunikation nicht zu viel Zeit zu verlieren oder durch einen zu geringen Funktionsumfang eingeschränkt zu werden. Mit dieser Methodenkarten stellt das Kompetenzzentrum die beliebtesten agilen Tools vor und vergleicht sie anhand wichtiger Nutzungs- und Qualitätskriterien.
Pilotprojekt easySoft: Ortsunabhängige Mock-Ups für bessere UX entwerfen
Pilotprojekt EasySoft: Mobiler Kreativitäts- und Besprechungsraum
12.07.19
Ziel dieses Pilotprojektes ist es, verschiedene Software-Entwicklungsteams besser zu vernetzen. Das soll durch die Verwendung von alternativen Präsentationsmethoden erreicht werden. Kreativwerkzeuge müssen nicht immer dem Neugestalten dienen, sondern können auch dazu verwendet werden um sich auszudrücken und um andere besser zu verstehen.
Wissenstransfer in die Praxis: Methoden zu UUX und Agilität
11.07.19
Die wichtigsten Methoden aus den Bereichen Agilität, benutzerzentrierte Gestaltung und Change Management auf jeweils einer Doppelseite für Sie zusammengefasst - kompakt, leicht verständlich und mit praxisnahen Anleitungen zum Ausprobieren.
Die Bedeutung des agilen Mindset
01.07.19
Unter dem Titel "Mitlaufen oder mitgestalten? Die Bedeutung des Mindset bei der Einführung und Umsetzung agiler Arbeitsweisen" haben die Partner TU Berlin und HTW auf der Fachtagung in Elmshorn einen interaktiven Workshop mit etwa 30 interessierten Personen durchgeführt. Es war ein spannendener und für alle Beteiligten anregender Austausch mit fokussierten Diskussionen und zahlreichen Interaktionen, die das Thema für die Teilnehmenden begreifbar und erlebbar machte.
UUX für Start-Ups – Workshop-Reihe mit dem Centre for Entrepreneurship
13.06.19
Bereits zum dritten Mal hat das Kompetenzzentrum Usability am 6. Juni 2019 für Start-Ups aus der TU Berlin einen interaktiven Workshop zu „Lean-UX und Usability-Testing“ angeboten. Vor allem ging es darum, praktische Erfahrungen in der Durchführung von nutzerzentrierten Evaluationen zu sammeln. Damit haben bislang 28 Unternehmen aus der Region Ost an einem der Start-Up-Workshops partizipiert.
Ergebnis der Online-Umfrage zur Bedarfserhebung UUX: Agile Methoden in KMU weitestgehend (noch) unbekannt
13.06.19
Agile Methoden sind einem Großteil der befragten kleinen und mittleren Unternehmen noch unbekannt und nur in wenigen KMU sind sie fest etabliert. Die Befragten wünschen sich vor allem Unterstützung in Form von Wissenstransfer durch Informationsmaterial, Workshops und Schulungen.
Hannover Messe | Best Practices zu Agilität
Mindset, Motivation und Karriere in agilen Arbeitswelten - das Kompetenzzentrum auf der Hannover Messe
09.04.19
Experten des Kompetenzzentrums Usability und des Mittelstands diskutieren in einem Vortragspanel auf der Hannover Messe Best Practices agiler Arbeit zu den Schwerpunkten Mindset, Motivation und Karriere.
Freitag05.04.1911:00-12:00
Halle 6 Stand E39 Berlin Partner Stand
Pilotprojekt RetroBrain
Usability systematisch testen und optimieren
22.03.19
In einem Pilotprojekt mit dem Start-up RetroBrain wurde die Frage bearbeitet, wie Usability- und User-Experience-Testungen effizient und valide umgesetzt werden können. Insbesondere ging es darum, einen standardisierten Leitfaden auszuarbeiten, der zielführend hilft, konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten und diese im Entwicklerteam zu priorisieren.
Tagung "New Faces: UUX und künstliche Intelligenz"
Workshop: Dr. Michael Minge & Dr. Julia Vowinkel (Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability): Auf dem Weg zum agilen Mindset
21.03.19
Zwischen "agil machen" und "agil sein" besteht ein großer Unterschied. Während sich das erste vor allem darauf bezieht, bestimmte Techniken und Methoden der agilen Prozessgestaltung einzusetzen, geht es bei letzterem darum, dass Mitarbeitende agile Werte verinnerlicht haben. Erst dieses so genannte agile Mindset entscheidet, ob die Einführung und Umsetzung von Agilität in der Bearbeitung von Software-Entwicklungsprojekten erfolgreich ist. In diesem Workshop soll praktisch erlebbar werden, was das agile Mindset umfasst und wie Herausforderungen und Barrieren beim Aufbau eines gemeinsam geteilten Mindsets in der Praxis bewältigt werden können.
Dienstag16.04.1910:00-17:00
Universität Mannheim
Angebot: UUX-Projekte mit kostenloser Expertenunterstützung
14.03.19
Das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Usability bietet für kleine und mittlere Unternehmen kostenfreie, durch das BMWi geförderte Unterstützungsleistungen bei Usability- und User-Experience-Projekten.

Veranstaltungen zum Thema

Freitag05.04.1911:00-12:00
Halle 6 Stand E39 Berlin Partner Stand
Hannover Messe | Best Practices zu Agilität

Wie kann teamorientiertes und selbstorganisiertes Arbeiten in agilen Teams gelingen und wie sieht Karriere in flachen Hierarchien aus? Diskutieren Sie mit Psychologen, Startups und Experten des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Usability.

In unserem Vortragspanel bieten wir Impulsvorträge von Experten und Gelegenheit zur gemeinsamen Diskussion.

Teilnehmer:

  • Matthias Stache, Organizations-Coach, HEC GmbH
  • Katharina Jungnickel, Research Associate, TU Berlin
  • Moritz Bleu, Head of Enterprise Agility, movingimage

Moderation: Philipp Günther, Berlin Partner

Weitere Informationen
Donnerstag08.11.1809:00-17:00
Mediencampus Villa Ida, Poetenweg 28, 04155 Leipzig
World Usability Day 2018 in Leipzig

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability unterstützt den diesjährigen World Usability Day 2018 in Leipzig mit einem Workshop zum Thema Agilität und UUX und präsentiert seine Leistungen den Teilnehmenden an einem Informationsstand.

Der World Usability Day in Leipzig 2018 wird organisiert durch die IT Sonix GmbH. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung und weitere Informationen unter www.itsonix.eu/wud.

 

Weitere Informationen zum Workshop: Nutzerzentrierte Gestaltung und agile Entwicklung: Liebe auf den zweiten Blick?

Viele Unternehmen setzen heutzutage auf eine Produktgestaltung, die einerseits Bedürfnisse und Anforderungen zukünftiger Nutzer frühzeitig und kontinuierlich einbezieht, andererseits in der technischen Entwicklung aber auch agil und schlank auf die unmittelbare Implementierung von Funktionalitäten abzielt. Diese Verbindung von nutzerzentrierter Gestaltung bzw. UX-Design und agiler Entwicklung stellt zahlreiche Unternehmen vor besondere Herausforderungen und nur die wenigsten haben für sich einen guten Weg gefunden, Synergien effizient zu nutzen und Reibungsverluste zu verringern. In diesem Workshop werden sowohl typische Probleme als auch offene Fragen aus Sicht der Praxis gesammelt. Anhand von konkreten Lösungsansätzen, die im Rahmen des Workshops präsentiert werden (z.B. One Sprint Ahead, Dual Task Development und integrative Ansätze) sowie den Erfahrungen der Teilnehmenden werden im Anschluss Antworten und Empfehlungen erarbeitet, wie nutzerzentrierte Gestaltungsaktivitäten vor und während der agilen Entwicklung erfolgreich und nachhaltig implementiert werden können. Durch den Workshop soll ein tiefergehendes Verständnis entwickelt werden, worauf in der Kombination der beiden Ansätze geachtet werden muss und welche Handlungsalternativen hierbei zur Verfügung stehen. Ein weiteres Ziel besteht darin, existierende Lösungsansätze kennenzulernen und diese aus praktischer Sicht einzuschätzen. Im Nachgang des Workshops werden die Ergebnisse allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt (z.B. Versand der Präsentationsunterlagen und/ oder Fotodokumentation).

Zum Referenten

Dr.-Ing. Dipl.-Psych. Michael Minge ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Berlin. Im Rahmen des bundesweit agierenden Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Usability leistet er Wissenstransfer und Unterstützung bei Maßnahmen zur Einführung und Umsetzung von Verbesserungen in Usability und User Experience sowie agiler Entwicklungsmethoden.

Weitere Informationen
Donnerstag11.10.1814:00-17:00
Berlin
StarTUp Workshop "Lean-Usability-Testing für Startups"

Am 11.10.2018 wird die erfolgreiche Workshop-Reihe für die StarTUp School fortgeführt. Während am ersten Termin Lean-UX-Methoden im Vordergrund standen, geht es im zweiten Teil vor allem um schlankes und effizientes Usability-Testing. Dieser Workshop besteht aus einem dreistündigen Präsenztermin und wird ergänzt um halbstündige individuelle Sprechstunden mit Expertinnen und Experten.

 

Kurzzusammenfassung des Workshops

Frühes und regelmäßiges Feedback von zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern ist entscheidend, um die Gestaltung und Entwicklung interaktiver Systeme an die Bedürfnisse und Anforderungen von Menschen anzupassen. Neben Feldstudien, die die User Experience im realen Alltag erfassen, helfen standardisierte Usability-Tests dabei, die Interaktion mit einer User Interface aus Anwendersicht zu begreifen. Das Ziel ist, Optimierungsbedarfe zu erkennen und zu Gestaltungslösungen zu finden, die eine höhere Gebrauchstauglichkeit haben. Durch Usability-Tests sind Entscheidungen im Gestaltungsprozess keine reine Bauchentscheidung, sondern sie sind empirisch begründet.

Im Workshop werden neben den klassischen Methoden des Usability-Testens auch die besonders für Start-ups attraktiven Lean-Ansätze der Evaluation sowie Remote-Testings behandelt. Schwerpunkt liegt auf der praktischen Durchführung von Test-Sessions, in denen die Teilnehmenden untereinander gegenseitig als Proband und Versuchsleitung ihre Konzepte bzw. Produkte testen. Zum Termin des Workshops ist daher von jedem Startup ein zu testendes Objekt mitzubringen (z.B. eine Software, eine App, ein Klick-Prototyp, Wireframes oder Skizzen, die die Bedienoberfläche darstellen). Der Workshop wird angeboten im Rahmen des Mittelstand 4.0-Kompentenzzentrums Usability, das u.a. ausgehend von der TU Berlin kleine und mittelständische Unternehmen zu den Themen agile Entwicklung, Usability und User Experience sowie Digitalisierung unterstützt.

 

Moderatoren

Dr. Michael Minge studierte Psychologie an der Freien Universität und Human Factors an der TU Berlin. Seit 2013 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Kognitionspsychologie und Kognitive Ergonomie an der TU Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Agilität, Usability und User Experience sowie motivationsfördernde Gestaltung der Mensch-Technik-Interaktion. Seit 2015 ist er Mitglied und stellvertretender Vorsitzender der Ethikkommission des Instituts für Psychologie und Arbeitswissenschaft der TU Berlin.

Antonia Föhl studierte Psychologie und Linguistik an der Universität Konstanz und derzeit Human Factors an der TU Berlin. Schwerpunktmäßig liegen ihre Interessen in der Analyse und Optimierung von Organisationsstrukturen. In ihrer Bachelorarbeit untersuchte sie die Wahrnehmung von Konflikten im Arbeitskontext. Seit Anfang 2018 ist Antonia Föhl studentische Mitarbeiterin im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability. Dort beschäftigt sie sich mit der Einführung und Anpassung von agilen Methoden in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie der Optimierung von Usability und User Experience von Softwarelösungen.

 

Hintergrund

Die StarTUp School qualifiziert Gründerinnen und Gründer am Center for Entrepreneurship der Technischen Universität Berlin. Mehr Informationen über die StartUp School finden Sie unter folgendem Link: Zur Website der StarTUp School

Weitere Informationen
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