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Was eigentlich in einem eintägigen Intensiv-Workshop und mit maximal 16 Personen stattfindet, durften die 22 Teilnehmer im ausgebuchten Workshop anhand zwei exemplarischen Methoden bei der UUX Fachtagung in Elmshorn erleben. Nora Fronemann und Patrick Stern zeigten den Interessenten wie durch einfache Design Thinking und Lego® SeriousPlay® Methoden die Kreativprozesse effektiver gestaltet werden können. Beide sind ein Teilbereich von Building Ideas und nicht ein Workshop oder eine Ansammlung von Werkzeugen die man beherrschen sollte, sondern es ist vielmehr eine Einstellung – ein Mindset

Building Ideas, das heißt mit Ansätzen aus Design Thinking und User Experience zu Produkt- und Serviceinnovationen kommen. Die Teilnehmer konnten bei der Fachtagung in Elmshorn in die Methodik eines kompakten Formates von 60 Minuten reinschnuppern. Den Veranstaltern war es wichtig den Besuchern der Fachtagung die Kreativmethoden grundsätzlich zu erklären und Lust darauf zu machen und im Nachgang sich mit dem Thema mehr auseinander zu setzen.

Die erste Gruppenaktivität war Lego® SeriousPlay®. Hier durften die anwesenden Personen jeweils in zwei gleichgroßen Gruppen einmal eine Idealvision der Nutzer-Einbindung in Entwicklungsprozesse aufzeigen und einmal durfte gebaut werden wie ein Horrorszenario dazu aussehen würde. Auffällig war in der Idealvorstellung, dass Nutzer und Entwickler sehr eng zusammenarbeiten und es keine Barrieren gibt. Hingegen wurde im negativ Beispiel eine große und deutliche Mauer gezogen zwischen User und Produktentwicklung. Interessant war es zu sehen, dass sich schon beim Bau der Szenarien fast alle am Tisch intensiv zum Thema Kluft zwischen Nutzer und Entwickler unterhielten!

In der zweiten Übung zur Bedürfnispersona-Entwicklung mit Empathy Maps, konnten die Teilnehmer zeigen wie gut sie sich in die Bedürfnisse der Personen-Profile der Bausteinkonstruktionen hineinversetzen konnten. An jeweils zwei großen Postern an der Wand konnten dann als Kreativitätstool überzeichnete Profile mit einem bestimmten Bedürfnis im Fokus skizziert werden: Aussagen, Gedanken, Erscheinungsbild, Demographie, und einen Point-Of-View Satz konnte auch notiert werden. Diese Übung war nicht nur der Zeit geschuldet der schwierigste Teil des Workshops, auch war es für die Teilnehmer anfangs schwer sich auf ein menschliches Profil, das durch ein spezifisches Bedürfnis geprägt war zu einigen. So wurde lange diskutiert ob diese Person männlich oder weiblich, sportlich oder sicherheitsliebend, gebildet oder impulsiv sein soll. Im Anschluss fiel es den Teilnehmern aber leicht Aussagen und Gedanken zu „clustern“ um dann in der Zusammenfassung den Leitsatz zur Perspektive zu notieren.

Am Ende spürte man eine Art Erleichterung, da diese einsatzfordernde Übung bei einer Temperatur von fast 30 Grad Celsius im Raum gemeistert wurde, wodurch dem Networking nun nichts mehr im Wege stand. Die Ergebnisse der Ideal- und Horror-Vision kann in der Mediengalerie dieses Website-Beitrages eingesehen werden.


03.07.19

Kontakt

Nora Fronemann
  • Fraunhofer IAO
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability
Patrick Stern
  • Fraunhofer IAO
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability

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