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Ziel des Pilotprojektes mit dem Start-up eeaser GmbH war die Gestaltung positiver Erlebnisse im Kontext der industriellen Energieeffizienz für die eeaser-Webanwendung. Erfahren Sie in folgendem Beitrag mehr zu den Herausforderungen und Erkenntnissen des gemeinsamen Projekts.

Evaluation: Vorgehen und Methodik
In den letzten Monaten wurde gemeinsam mit der eeaser GmbH ein Prototyp entwickelt – Mehr dazu im letzten Newsbeitrag. Um die Konzepte des Prototyps hinsichtlich positiven Erlebens zu untersuchen, wurden diese mit der Valenzmethode evaluiert. Konkret sollte durch die Evaluationsmethode ermittelt werden, wie die entwickelten Konzepte von der Nutzendengruppe erlebt werden und welche Gestaltungselemente und -aspekte dabei positive oder negative Gefühle hervorrufen. Die zentrale Nutzendengruppe des Prototyps sind ManagerInnen in Schwellenländer, mit Verantwortung für Energieeffizienz-Maßnahmen in ihren Unternehmen. Da sich die Rekrutierung von geeigneten Teilnehmenden durch unterschiedliche Faktoren (bspw. Pandemie) allerdings schwierig gestaltete, wurden die Teilnahmevoraussetzungen im Laufe des Prozesses angepasst. Zentrale Voraussetzung für die Teilnahme an der Evaluation wurden so ein grundsätzlicher Berührungspunkt mit dem Thema der industriellen Energieeffizienz. Nach einem anfänglichen Pilottest und dem flexiblen Umgang mit der Situation, konnte eine akzeptable Teilnehmendenzahl für die Evaluationen erzielt werden. Die Evaluation wurde remote über ein Videokonferenz Tool durchgeführt.

Ergebnisse
Im Projekt entstanden mehrere Konzepte zur Förderung positiven Erlebens für die Webanwendung  von eeaser. Die Grundlage dafür bildeten die Erlebniskategorien „Überblick haben“ und „Etwas austüfteln“.

Zusammenfassend ergab die Evaluation, dass das Grundkonzept des Prototyps von den Teilnehmenden positiv erlebt wurde. Das Potenzial durch die Gestaltung für die Erlebniskategorie „Überblick haben“ positive Erlebnisse zu erzeugen, erscheint in diesem Kontext groß, weswegen eeaser die Umsetzung weiterer Konzepte dazu priorisieren kann, um entsprechende Erlebnisse bei der Nutzung der Webanwendung noch stärker zu fördern. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass Konzepte, welche auf Basis der Erlebniskategorie „Etwas austüfteln“ gestaltet wurden, ebenfalls zu positiven Erlebnissen im Nutzungskontext von eeaser beigetragen haben und daher großes Potential für die Weiterentwicklung der Anwendung bieten.

Herausforderungen
Eine der größten Herausforderungen des Projekts war, wie eingangs beschrieben, die Rekrutierung der Zielgruppe von MangerInnen in Schwellenländern, die für das Thema Energieeffizienz in ihren Unternehmen verantwortlich sind. Durch die Probleme bei der Rekrutierung wurden die Mindestanforderungen, die für die Teilnahme an der Evaluation erfüllt werden sollten, gelockert. So wurden beispielsweise auch deutschsprachige Teilnehmende rekrutiert, was wiederum zur Folge hatte, dass zwei Videoprototypen entwickelt werden mussten, um sowohl deutsch- als auch englischsprachige Teilnehmende abholen zu können.

Eine weitere Herausforderung war, dass es den Teilnehmenden teilweise schwerfiel, sich in dem retrospektiven Interview der Valenzmethode ausschließlich auf ihre Gefühle zu konzentrieren. Um diesem Problem entgegenzuwirken durchlief zum einen jede / jeder Teilnehmende zu Beginn eine Übung der Interviewsituation. Hilfreich war zudem, den Teilnehmenden beispielhaft mögliche Hintergründe eines positiven bzw. negativen Erlebnisses zu erläutern. Darüber hinaus können die Hintergründe von Erlebnissen mittels der Laddering-Methode (wiederholende Frage nach dem „Warum?“) aufgedeckt werden, ohne die Teilnehmenden erneut auf das Beschreiben der Gefühle hinweisen zu müssen. Die Vorgehensweise und Methodik im Interview setzen allerdings viel Erfahrung und Feingefühl gegenüber den Teilnehmenden voraus.

Eeaser hat bereits in der Planung des Projekts Interesse an User Experience als auch Usability gezeigt und die Wichtigkeit der parallelen Betrachtung und Behandlung beider Themen erkannt. In einem abschließenden Workshop mit eeaser wurde daher in der vergangenen Woche noch einmal die Usability genauer beleuchtet und Fragen, Tipps und Tricks zur Weiterentwicklung des gleichnamigen Tools und methodischen Herangehensweisen besprochen. Dabei wurden u. a. Heuristiken und die Entwicklung eines intuitiv und motivierend auszufüllenden Fragebogens in der eeaser-Webanwendung zentralen Aspekt der Diskussion.

Ausblick
Eeaser plant bereits Teile der UX-Konzepte in der Webanwendung umzusetzen und User Experience sowie Usability-Methoden in Zukunft weiterhin in den Unternehmensprozessen zu implementieren.


22.06.22

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