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Dank einer hervorragenden Organisation wurde die UIG-Tagung 2019 von den Teilnehmern durchweg gelobt. Auch das erstmals in diesem Jahr abgehaltene Disussions-Panel mit Experten aus dem UUX-Bereich zum Thema des angedachten, neuen Berufsbild "Digital Design" traf auf reges Interesse. Hierbei waren die Meinungen jedoch durchaus gespalten, wie eine Evaluation des Teilnehmer-Feedbacks ergeben hat.

Unter dem Motto „New Faces: UUX und Künstliche Intelligenz“ fand dieses Jahr die Usability in Germany (UIG)-Tagung 2019 des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums Usability am 16.April 2019 an der Universität Mannheim statt. Im Fokus der Tagung stand das Thema der künstlichen Intelligenz (KI) und die daraus resultierenden Implikationen für die Umsetzung neuartiger User Interfaces. Über 200 Teilnehmer verfolgten die Fachvorträge aus Wissenschaft und Praxis und nahmen an den verschiedenen anwendungsorientierten Workshops zur Vermittlung von Best Practices in der Entwicklung von UUX-Lösungen teil.


Eine Auswertung des Teilnehmerfeedbacks ergab, dass die Organisation und Durchführung der UIG-Tagung insgesamt sehr positiv von den Besuchern wahrgenommen wurde. Besonders gelobt wurde die vielfältige und bunte Auswahl an Referenten und Vortragsthemen. Wissenschaftler, Praktiker und Studierende erfreuten sich unter anderem an Vorträgen zum Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Entwicklung und Funktionsweise von Chatbots, intelligenten Agenten, Sprachsteuerung und teilautonomen Robotern. Die kurzen Pausen zwischen den Vortragsslots sowie die längere Mittags-und Kaffeepause boten bei bereitgestellten Köstlichkeiten genügend Zeit für Networkingaktivitäten und den fachlichen Austausch.


Erstmalig im Rahmen einer UIG-Tagung wurde dieses Jahr zum Abschluss der Veranstaltung eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Berufsbilds "Digital Designer", einem von den Branchenverbänden Bitkom und German UPA gleichsam geprägter Begriff, abgehalten. Die Meinungen zur Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit dieses neuen Tätigkeitsfelds hätten hierbei nicht unterschiedlicher ausfallen können. Während Dr. Frank Termer von Bitkom sowie Monika Gillessen von German UPA die Vision einer neuen Positionierung des UX-Designers befürworteten, zweifelte Professor Mädche, Vorstand des UIG e.V., die neu-angedachte Vision von UX-Dienstleistern an.

Auch die Tagungsteilnehmer wurden um Feedback bezüglich des Panel-Themas befragt. Eine Evaluation ergab, dass auch das Auditorium in dieser Frage unterschiedlicher Auffassung war. Beinahe gleiche Anteile der Zuschauer befanden in der eigens einberufenen Umfragerunde das “Digital Designer”-Berufsbild als “Hype”, wie diejenigen, die diesem ein “Hope” zusprachen. Teilnehmer mit der Einschätzung „Hope“ betonten insbesondere die Anforderungen an die notwendige Interdisziplinarität in der Ausbildung eines UX-Designers sowie dessen Fokus auf menschliche Bedürfnisse als Rechtfertigung eines neu definierten Tätigkeitsfelds. Dem entgegen stand die Ansichtsweise derjenigen Besucher, die das neue Berufsbild als „Hype“ beurteilten. Hier wurde oftmals die schwammige Definition von konkreten Berufsbild- und Tätigkeitsbeschreibungen kritisiert. Zusätzlich wiesen viele Stimmen daraufhin, dass man im UX-Design bereits sehr interdisziplinär im Team mit verschiedenen Perspektiven und Expertisen zusammenarbeite und etwaige Soft Skills, welche vom „Digital Designer“ verlangt werden, ohnehin in den bestehenden Studiengängen/Ausbildungen erlernen würde.


Im direkten Anschluss an die Podiumsdiskussion fand die Veranstaltung einen angenehmen Ausklang bei einem ungezwungenen Get-Together im Ostflügel des Mannheimer Schlosses. Der UIG e.V. bedankt sich bei allen Organisatoren, Referenten, Sponsoren und Teilnehmern und freut sich schon auf die nächste UIG-Tagung im kommenden Jahr. Wir hoffen darauf wieder viele interessierte Besucher mit einem spannenden Rahmenprogramm überzeugen zu können!

 


03.08.19

Kontakt

Till Dehne-Niemann
  • Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability
Paul Schermuly
  • Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability

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