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Algorithmic Management bezeichnet die "Delegation" von klassischen Managementaufgaben an intelligente Algorithmen und digitale Technologien. Ein typisches Beispiel von Algorithmic Management ist Uber. Hier übernimmt die Auswahl des nächsten Kunden nicht der Taxifahrer, sondern ein Algorithmus, der die Auswahl nach verschiedensten Kriterien, wie zum Beispiel Distanz zum Kunden, optimiert.

Auf der 17. Internationalen Tagung der Wirtschaftsinformatik gab es am 22.02.2022 ein Panel mit dem Titel "Wenn der Chef ein Algorithmus ist: Die Sonnen- und Schattenseiten des Algorithmic Managements". Prof. Dr. Alexander Mädche von der Region Mitte des Kompetenzzentrum Usability war einer der sieben Podiumsdiskussionsteilnehmer. Mehr als 50 Teilnehmende folgten den Diskussionen des Panels, das sich mit der zentralen Frage befasste, wie sich der zunehmende Einsatz des Algorithmic Managements auf die Arbeitsbedingungen auf digitalen Plattformen (z. B. Crowdsourcing und Gig-Plattformen) sowie in traditionellen Organisationen auswirken wird. Werden die Arbeitnehmer autonomer und flexibler werden? Oder werden sie nur überwacht und ausgebeutet? Nach einer Diskussion über Chancen und Risiken von Algorithmic Management hat sich der Fokus des Panels auf Implikationen von Algorithmic Management und mögliche Lösungsansätze gerichten: Welche neuen Richtlinien und Leitplanken müssen für Algorithmic Management gesetzt werden? Wie können entsprechende Praktiken die Arbeitseffizienz und -qualität steigern, ohne in grundlegende Arbeitnehmerrechte einzugreifen? Nicht zuletzt wurde im Panel erörtert, welchen Beitrag die Forschung leisten kann, um die Gestaltung und den Einsatz von Algorithmic Management-Praktiken und damit die Zukunft der Arbeit zum Wohle der Menschheit proaktiv mitzugestalten.


25.02.22

Weitere Informationen

Kontakt

Prof. Dr. Alexander Mädche
  • Kaiserstraße 89-93
  • 76133 Karlsruhe

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