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Gute Softwareprodukte (z.B. Apps) lassen sich u.a. daran erkennen, dass Menschen bei ihrer Nutzung erkennen und einschätzen können, welche Daten jeweils konkret verarbeitet werden. Ziel des Pilotprojektes "Data Process Modeler" (DPM) ist die Optimierung eines Tools zur Visualisierung von Datenschutzbestimmungen im Hinblick auf Usability und User Experience (UUX).

Über die Projektbeteiligten

Das Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) / Bayern Innovativ GmbH entwickelt im Rahmen seiner Themenplattform Verbraucherbelange in der Digitalisierung eine Software zur Darstellung von Datenverarbeitungen. Dieses Vorhaben wird ermöglicht durch die Förderung des bayerischen Verbraucherschutzministeriums und geschieht mit Beteiligung des Beratungsunternehmens concern GmbH, Köln und des Softwareentwicklungs- und IT-Consultingunternehmens ingenit GmbH & Co. KG, Dortmund.

Zielstellung

Die Softwareentwicklung von ingenit ist an das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability herangetreten, um sich bei der Entwicklung und Implementierung der Software zur Visualisierung von Datenverarbeitungen im Hinblick auf gute Usability und positive User Experience unterstützen zu lassen. Ziel im Detail ist die Optimierung der Entwicklung der Viewer-Komponente des Tools zur Visualisierung von Datenschutzbestimmungen. Betraut mit der Unterstützungsleistung wurde für die Region Mitte die Hochschule Kaiserslautern.

Vorgehen und Methode

Im Rahmen eines Kick-off-Workshops wurden zunächst die wesentlichen Komponenten sowie der Kontext des Vorhabens zwischen allen Projektpartnern erläutert. So wurden die interaktive Webanwendung und die ihr zugrundeliegenden Komponenten vorgestellt sowie gezeigt, wie die Anwendung Datenverarbeitungsprozesse am Beispiel der Corona-Warn-App modellieren soll. Aus der Schilderung dieses Kontexts sowie der Formulierung der gewünschten Zielstellung konnte seitens der Hochschule Kaiserslautern herausgearbeitet werden, dass es um das Ableiten von Maßnahmen zur Optimierung des zum Zeitpunkt vorhandenen Prototyps gehen soll. Zur Validierung dieses Prototyps wurde im Kick-off ein Walkthrough vorgeschlagen und dessen zentrale Merkmale (Ablauf und leitbare Ergebnisse) erläutert. Nach der Verständigung auf das Validierungsverfahren wurde ein Input definiert (konkrete Aufgaben, die mit der Webanwendung bearbeitet werden sollen), der im Anschluss die konkrete Durchführung des Walkthroughs ermöglichte.

Ergebnisse

Der Walkthrough brachte hervor, dass der gewählte Lösungsansatz in Form der Webanwendung tragfähig ist. Zwei von drei Teilaufgaben konnten unter Dokumentation konkreter UUX-Findings (sog. issue list) gelöst werden. Die Prüfung des Lösungsweges einer der drei Teilaufgaben ergab, dass die vom Gestaltungs-/Entwicklungsteam konzipierte Implementierung durch eine weitere Überarbeitung optimiert werden kann. Somit konnten durch die gewählte Methode des Walkthroughs die identifizierten UUX-Findings vorkategorisiert und für eine weitere Priorisierung zur Diskussion gestellt werden. 

Mit den gewonnenen Ergebnissen können ZD.B, concern und ingenit nun die weiteren Schritte gehen, um im Einzeldetail anhand der issue list weitere UUX-Optimierungen in die Software zur Darstellung von Datenverarbeitungen zu implementieren. 


Beteiligte Organisationen

Personen

Daniel Kerpen
Prof. Dr. Dieter Wallach
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