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Foto: Pixabay auf Pexels

Viele Arbeitnehmer sorgen sich, dass ihre Arbeitsplätze durch Künstliche Intelligenz (KI) ersetzt werden könnten. Doch wie viel kann KI wirklich?

Künstliche Intelligenz (KI) ist eine domänenunabhängige Technologie und kann in allen Bereichen Anwendung finden. Trotzdem gibt es Aufgaben, die zum jetzigen Stand der Technik leichter umzusetzen sind als andere. Der bekannte KI-Experte Andrew Ng beschrieb diesen Umstand wie folgt in seinem Blog:

"Wenn eine normale Person für eine mentale Aufgabe weniger als eine Sekunde benötigt, können wir dies wahrscheinlich jetzt oder in naher Zukunft mit KI automatisieren."

Vergleichbar ist dies mit den zwei Modi des Denkens, wie von Daniel Kahnemann in seinem Buch "Thinking, Fast and Slow" beschrieben: Der erste Modus (System 1) ist das schnelle, instinktive Nachdenken, wie im Zitat oben beschrieben. Der zweite Modus (System 2) hingegen ist langsamer und logischer ausgerichtet. Beim Letzteren ist die KI-Technologie, die für den derzeitigen KI-Hype verantwortlich ist (namentlich Deep Learning) noch weit entfernt von einer menschen-ähnlichen Leistung, da die auf Daten beruhende Technologie zwar lose Zusammenhänge (Korrelationen) erkennt, aber keine Ursache-Wirkung-Beziehungen (Kausalität).

Die heutige KI ist also besonders stark in reflexartigen Aufgaben, die wir als Menschen meist unbewusst und ohne größere Anstrengung erledigen können. Viele andere für uns triviale Aufgaben sind für KI aber noch gänzlich unerreichbar. Im Vordergrund stehen daher Anwendungen von KI, die eine unterstützende Rolle für uns Menschen haben. So arbeiten beispielsweise Radiologen schon jetzt erfolgreich mit KI zusammen, um Krebs zu erkennen.

Der Einsatz von KI im Unternehmen wird zu einer Umverteilung von Aufgaben und einer Neugestaltung von Arbeitsplätzen führen. Es ist aber wichtig, sich von der Vorstellung zu lösen, dass die Arbeit eines Mitarbeiters komplett übernommen werden kann. Vielmehr geht es um eine verstärkt kooperative Arbeit zwischen Mensch und KI.

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23.07.20

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