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HSKL/JK

Im Rahmen des Umsetzungsprojekts mit dem Saarbrücker Startup Pxio fand am 05.09.2019 ein Workshop zum Thema Prototyping statt. Das Ziel: ein grundlegender (und damit nicht allumfassender!) Überblick über Prototyping-Tools am Markt zu erhalten; somit letztlich Prototyping-Tools kennenlernen und bewerten können, um sie dann möglichst zielgerichtet nutzen zu können.

Ausgehend von der grundlegenden Bestandsaufnahme welche Erfahrungen bereits im Team mit bestimmten Prototyping-Tools vorhanden sind, wurden nachfolgende Fragen als Kriterien gewählt, um die Bestandsaufnahme entlang der Tools Marvel, Balsamiq, Sketch, XD, Figma und Axure/JustInMind durchzusprechen: Wo befindet sich das Team im Gestaltungsprozess? Wo liegen die Grenzen der jeweiligen Tools?
Wie geeignet sind die Tools für Usability-Tests? Inwiefern kann der Prototyp wieder verwendet werden? Wie teile ich den Prototypen mit anderen Mitgliedern? Und: Wie kann ich mit anderen Teammitgliedern an einem Prototyp zusammenarbeiten? Wann wird es Zeit zu implementieren? Und natürlich auch: Was kosten die Tools bzw. können die Tools kostenlos verwendet (oder zumindest getestet) werden?

Betont wurde in diesem Zusammenhang, dass nicht Werbung für eine Lösung gemacht wird, sondern dass es stattdessen für das Team wichtig zu wissen ist, wo es sich im Design-Prozess befindet, um zu entscheiden, welches Tool geeignet ist. Zum Beispiel überzeugt manche Prototyping-Software bei der Erstellung von Low-Fidelity Prototypen in frühen Projektphasen, während andere besser geeignet sind, High-Fidelity Prototypen in fortgeschrittenen Gestaltungsphasen zu entwerfen.

Low-Fidelity Prototypen können in Papier oder digitaler Form sein. Meist sind es Wireframes oder Mockups. Es wird mit Platzhaltern und wenig Farbe gearbeitet. Das Layout und die Hauptfunktionen stehen hierbei im Vordergrund, während Animationen und Interaktionen in diesen Entwürfen noch weniger relevant sind.
Wer gerne erst einmal seine groben Interfaces auf Papier zeichnet, hat beispielsweise die Möglichkeit, mit der App „Marvel“ Screens interaktiv zu gestalten. Einfach mit dem Handy die Screens abfotografieren und in die App einpflegen. Dort werden die Bereiche festgelegt, die als Button funktionieren sollen. Danach können die Screens über die Buttons miteinander verlinkt werden. Hier wird schon früh klar, wenn es Unstimmigkeiten im avisierten interaktiven Ablauf gibt. Dadurch können Papierversionen erlebbar gemacht und einfach mit anderen Teammitgliedern geteilt werden. Marvel ist sowohl für mobile Endgeräte als auch als Desktop-Version verfügbar und kann kostenlos getestet werden. Wer lieber direkt digital loslegt, hat mit Balsamiq die Möglichkeit Prototypen zu bauen, die das Flair von selbstgezeichneten Wireframes mitbringen. Balsamiq liefert hierbei Bausteine wie Buttons und Platzhalter, wodurch man sich schnell einen Screen via „Drag and Drop“ zusammen klicken kann. Auch hier können die Screens untereinander verlinkt werden, wodurch es möglich ist, einen interaktiven Prototypen zu gestalten. High-Fidelity Prototypen ähneln oder gleichen dem fertigen Interface des interaktiven Systems. Gerade bei Usability-Tests im späteren Verlauf des Gestaltungsprozess ist es daher wichtig, dass Animationen, Interaktionen und auch Logiken abgebildet werden können.

Im Anschluss fand eine Feedbackrunde der aktuellen Prototypen statt, die bereits im konkreten Gestaltungsprozess der Pxio-Produktentwicklung zum Einsatz kommen bzw. In der Vergangenheit verwendet wurden. Auch dieser Workshop wurde auf Englisch angeboten. 


11.10.19

Mehr zum Projekt

Hochschule Kaiserslautern
Umsetzungsprojekt Pxio

Kontakt

Julia Kaduk
  • Hochschule Kaiserslautern
Daniel Kerpen
  • Hochschule Kaiserslautern
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability
Prof. Dr. Dieter Wallach
  • Hochschule Kaiserslautern
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability

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