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Auf dem World Usability Day in Stuttgart fanden drei Workshops im Rahmen des Kompetenzzentrums statt. Eindrücke und um was es dabei ging, finden Sie in folgendem Artikel.

Workshop: Diskussionsforum: Wie verankere ich UUX im Unternehmen?

Der erste Workshop diente dazu, Fragestellungen rund um die Verankerung von Usability und User Experience in ein Unternehmen zu diskutieren. Hierbei ordneten sich die Teilnehmenden bereits auf der MuC 19 identifizierten Themen zu und diskutierten diese in Kleingruppen. Besonders viel Zulauf brauchten die Themenbereiche „Überzeugen“ und „Zusammenarbeit/Team/Rollen“. Teilnehmende berichteten von ihren Herausforderungen, beispielsweise von der Tatsache, dass der Mehrwert von UUX sowohl gegenüber dem Management als auch gegenüber anderen Teammitgliedern argumentiert werden muss. Auch wurde darauf hingewiesen, dass die Rolle des UUXlers nicht immer klar ist. Generell beschrieben die Teilnehmenden das Diskussionsforum als bereichernd, vor allem, weil deutlich wurde, dass viele mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Dies soll auch in der weiteren Arbeit des Kompetenzzentrums weiter aufgegriffen und bearbeitet werden.

 

Workshop: Mit Wizard-of-Oz-Prototypen Mensch-KI-Interaktionen entwerfen und evaluieren

Im Fokus des zweiten Workshops stand die Methode des Wizard of Oz-Prototypings und deren Anwendbarkeit beim Entwurf und der Evaluation von Interaktionen zwischen Menschen und künstlichen Intelligenzen (kurz: KI). Der Workshop bildete den inhaltlichen Auftakt des KI-Trainer-Programms des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Usability. Der KI-Trainer stellt eine Erweiterung des Angebots des Kompetenzzentrums dar, mit dem kleine und mittlere Unternehmen seit November 2019 auch Unterstützung im Bereich KI erhalten können.

Nach einem kurzen Input zu dem Verständnis von KI im Kompetenzzentrum, erhielten die Teilnehmenden einen Einblick, wie Wizard of Oz-Prototypen grundsätzlich aufgebaut sind, wie Untersuchungen mit diesen üblicherweise ablaufen und welche Fragestellungen damit typischerweise untersucht werden. In einem stark vereinfachten Versuchsaufbau konnten die Teilnehmenden anschließend selbst eine Interaktion mit einem Wizard of Oz-Prototypen eines vermeintlich künstlich intelligenten Systems erleben. Dabei lernten die Teilnehmenden sowohl die Stärken, als auch Grenzen der Methode, sowie die damit verbundenen Herausforderungen kennen.

 

Workshop: Mit dem Erlebnisinterview positive UX gestalten

Im letzten Workshop des Tages lernten die Teilnehmenden die Methode des "Erlebnisinterviews" kennen und konnten diese praktisch in Kleingruppen ausprobieren.

Der Workshop startete mit einer kurzen Einführung in die Themen Usability und User Experience. Die Differenzierung diente dazu die Teilnehmenden darauf einzustimmen, welche Haltung sie beim Erlebnisinterview einnehmen müssen und welches Ziel sie dabei verfolgen. Denn beim Erlebnisinterview ist es wichtig, dass explizit auf die positiven Erlebnisse fokussiert wird, wohingegen bei Usability-Methoden die Probleme bei der Nutzung eines Systems im Vordergrund stehen.

In kleinen Gruppen konnten die Teilnehmenden anschließend die Methode selbst ausprobieren. So sollte sich gegenseitig von positiven Erlebnissen bei der Arbeit in den letzten zwei Wochen berichtet werden, wobei jeder sowohl die Rolle des Interviewenden als auch die des Interviewten eingenommen hat. Die Erlebnisse wurden dabei auf dem Erlebnisinterview-Arbeitsblatt notiert, um den Umgang mit dem Arbeitsblatt zu erproben.

In einer abschließenden Diskussion wurden aufgekommene Fragen zur Methode geklärt sowie mögliche Herausforderungen für die Anwendung in der Praxis diskutiert.
Allgemein äußerten sich die Teilnehmenden positiv zum Erlebnisinterview und konnten viele neue Erkenntnisse für sich selbst mitnehmen.
Es freut uns außerdem sehr, dass die Methode so viel Zuspruch erhielt, dass es bereits positive Rückmeldungen zum Einsatz der Methode nach dem Workshop gab.

 

Lesen Sie hier auch mehr über die Vorträge des Kompetenzzentrums auf dem WUD Stuttgart.


26.11.19

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Anika Spohrer
  • Hochschule der Medien
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Elisabeth Stein
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