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Foto von Karolin Hilbrich

In dem Pilotprojekt mit dem Unternehmen highQ steht die User Experience (UX) eines Dashboards zur Steuerung und Erfolgskontrolle einer Pendler-App für Mitarbeiter von Unternehmen in Ballungsräumen im Fokus. Um die Zielgruppe des Dashboards umfassend kennenzulernen, werden derzeit Interviews durchgeführt. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend, werden im nächsten Schritt Gestaltungskonzepte für das Dashboard entwickelt.

Das Projekt

Viele Pendler kennen das alltägliche Leid: Die Zufahrtsstraßen zu den Unternehmensstandorten sind zu Stoßzeiten voll. Das wachsende Verkehrschaos belastet nicht nur Mitarbeiter, sondern auch die Umwelt.
Das Unternehmen highQ entwickelt derzeit eine App für Unternehmen, die ihre pendelnden Mitarbeiter bei der Optimierung ihres Mobilitätsverhaltens unterstützt und somit einen Teil zur Lösung der Verkehrsproblematiken beitragen soll. Im gemeinsamen Pilotprojekt soll ein prototypisches Dashboard entwickelt werden, welches Unternehmen ermöglicht, die Verwendung der App zu steuern und deren Erfolg zu kontrollieren. Mehr Informationen zum Unternehmen highQ und dem gemeinsamen Projekt finden Sie hier.

Aktueller Stand
Ziel des Projekts ist es, die aus der App gewonnen Daten in einem prototypischen Dashboard (Klick-Dummy) darzustellen. Abgestimmt auf das Projektziel wurde ein detaillierter Projektplan erarbeitet, welcher die Usability- und UX-Methoden (kurz: UUX-Methoden) für die verschiedenen Projektphasen definiert. Um die Bedürfnisse der späteren Nutzer des Dashboards optimal abzubilden, fiel in der Analysephase die Entscheidung auf die Anwendung einer Kombination der folgenden Methoden:

1. Interview
Qualitative Interviews mit potenziellen Zugehörigen der Zielgruppe geben einen tiefen Einblick in deren Anliegen und den Nutzungskontext. Um umfassende Ergebnisse und somit ein tiefes Verständnis zu erlangen, wurden im Interviewleitfaden folgende Fragen definiert:

  • Welche Daten aus der highQ App bieten auf einem Dashboard einen Mehrwert für die teilnehmenden Unternehmen?
  • Wie soll das Dashboard in Bezug auf Funktionen, Usability und Design gestaltet werden?

Hervorzuheben ist, dass das Interview durch einen Workshop-Charakter ergänzt wurde, welcher eine interaktive Interviewsituation schaffen sollte. Aktuell werden Interviews mit Probanden aus verschiedenen Branchen und Unternehmen durchgeführt.

2. Persona
Die in den Interviews erlangten Erkenntnisse sollen in einem nächsten Schritt in Personas zusammengetragen werden und die Grundlage für die Erarbeitung des Dashboards bilden.

Herausforderungen und Lösungsansätze
Bereits nach den ersten Interviews stellte sich heraus, dass die Definition der Zielgruppe des Dashboards sehr komplex ist. Der Hauptgrund hierfür ist, dass in jedem Unternehmen Mitarbeiter mit unterschiedlich Positionen und Funktionen das Dashboard nutzen werden, um den Erfolg der Pendler-App zu kontrollieren.

Durch die Herausforderung, die Zielgruppe des Dashboards eindeutig zu definieren, gestaltete sich auch die Probandenakquise für die zeitintensiven Interviews schwierig: Teilweise konnte erst im Verlauf des Interviews festgestellt werden, ob der Proband überhaupt zur potentiellen Nutzergruppe gehört. Dies ist problematisch, da Interviews mit Personen, die kein Teil der intendierten Zielgruppe sind, nur bedingt zur Erweiterung der inhaltlichen und projektrelevanten Erkenntnisse beitragen. Nichtdestotrotz können sie hilfreich sein, um die Zielgruppe weiter einzugrenzen und deren Definition zu spezifizieren. Dies wiederum erleichtert die weitere Probandenakquise.

Ausblick
Im weiteren Verlauf des Projektes werden in der Analysephase die Daten der Nutzerbefragungen ausgewertet. Die ausgewerteten Daten bilden die Grundlage für die anschließende Konzeption der Informationsarchitektur, des Interaktionsdesigns und der Richtlinien für die Gestaltung des Dashboards. Das Gestaltungskonzept fungiert in der anschließenden Entwicklungsphase als Leitfaden für die prototypische Umsetzung des Dashboards. Dabei werden voraussichtlich einige detailliert ausgearbeiteten Screens ausgestaltet, die einen realistischen Eindruck vom finalen Produkt ermöglichen.


20.08.19

Mehr zum Projekt

Hochschule der Medien
Pilotprojekt highQ

Kontakt

Prof. Dr. Michael Burmester
  • Hochschule der Medien
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability
Christina Haspel
  • Hochschule der Medien
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability
Anika Spohrer
  • Hochschule der Medien
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability
Elisabeth Stein
  • Hochschule der Medien
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability

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