Skymatic Porträt

Simon Hecht
Skymatic ist ein Bonner Startup, das seinen Sitz im Business Campus der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat. Das Unternehmen ist auf Kryptographie und Datensicherheit spezialisiert und hat mit der quelloffenen und für die Cloud optimierten Verschlüsselungssoftware Cryptomator erste Bekanntheit erlangt.

Im März 2016 wurden Sebastian Stenzel und Tobias Hagemann – zwei der Skymatic-Gründer und ehemalige Studenten der Hochschule – für die Entwicklung von Cryptomator mit dem CeBIT Innovation Award for Usable Security and Privacy vom BMBF ausgezeichnet. Zusammen mit Markus Kreusch und Christian Schmickler fand im November 2016 dann die eigentliche Unternehmensgründung statt. Seitdem arbeitete das Team stetig daran, Cryptomator weiter zu verbessern und entwickelte in Zusammenarbeit United Internet speziell für 1&1, GMX und  WEB.DE angepasste Versionen der Software. Darüber hinaus nahm Skymatic an zahlreichen Pitch-Wettbewerben teil. So etwa beim Rheinland Pitch, bei dem das Startup ins Finale kam.

Neben der eigentlichen Produktentwicklung und -vermarktung ist es dem Skymatic-Team wichtig, ein gesellschaftliches Bewusstsein für den Wert persönlicher Daten zu schaffen. So bietet Skymatic unter dem Schlagwort „Digitale Selbstverteidigung für alle“ Vorträge zur Datensicherheit an. Schmickler ist sich der Verantwortung bewusst: "Ohne einen geschützten Raum zum freien Denken kann eine Demokratie nicht sinnvoll funktionieren. Deshalb ist Privatsphäre so wichtig – auch in der digitalen Welt.“

In Zukunft will Skymatic verstärkt in den B2B-Markt vorstoßen. Darin sieht Schmickler eine Herausforderung: "Nur durch Kooperationen und Pilotprojekte können wir sicherstellen, dass unsere Technologie möglichst genau den Markterfordernissen in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsfeldern entspricht. Das packen wir jetzt an, unter anderem durch die Kooperation mit dem Kompetenzzentrum.“

Von besonderem Interesse ist für Skymatic dabei das Gesundheitswesen. Einerseits ist dies eine Branche, die großen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung verzeichnet und gleichzeitig höchste Anforderungen bzgl. der Datensicherheit stellt. Andererseits stellt gerade der digitale Gesundheitsmarkt enorme Wachstumspotentiale dar und ist somit auch finanziell lukrativ.

Die Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Usability sehen die Gründer als Gelegenheit: "Wir sehen Kooperationsmöglichkeiten in verschiedensten Projekten und freuen uns auf die Zusammenarbeit", sagt Schmickler stellvertretend. 


14.05.18

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David Golchinfar