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Am 2.7. startete das Umsetzungsprojekt zu UUX Prozessen, das das Kompetenzzentrum gemeinsam mit der in Stuttgart und Köln ansässigen Firma seracom GmbH durchführt. Um Produkte und Software zu gestalten, die vom Nutzenden als positiv wahrgenommen werden, sollte die Nutzerperspektive so früh wie möglich und immer wieder während des Innovationsprozesses eingenommen werden. Dies wird das Kompetenzzentrum nun in den nächsten Monaten gemeinsam mit seracom exemplarisch umsetzen.

Für viele mittelständische Unternehmen spielt die Orientierung an den Kundenbedürfnissen und der Wunsch, dass die Kunden das eigene Produkt positiv erleben, inzwischen eine wichtige Rolle. Die Differenzierung zur Konkurrenz erfolgt nicht mehr nur rein technologisch, sondern vermehrt auch über „weiche Faktoren“ wie das look&feel des Produkts, die emotionale Gestaltung, kurz gesagt, die User Experience des Produktes. Dabei stellt sich für viele Unternehmen die Frage, welches Vorgehen besonders geeignet ist, um die Nutzer- und Kundenzentrierung möglichst ganzheitlich in die eigenen Entwicklungsabläufe einzubringen. Exemplarisch werden diese Fragestellungen nun im Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Usability mit der Firma seracom GmbH bearbeitet, die als Unternehmen für das Umsetzungsprojekt ausgewählt wurde. Die seracom GmbH ist ein Softwareunternehmen mit 32 Mitarbeitenden und Standorten in Stuttgart und Köln. Gegründet im Jahr 2005 ist seracom mit großem Prozessverständnis und technischem Know- How spezialisiert auf die Beratung, Konzeption, Entwicklung und Begleitung von Projekten.

Der Kick-Off zu dem gemeinsamen Umsetzungsprojekt fand bei der Firma seracom in Stuttgart am 2. und 3. Juli statt. In zwei halbtägigen Workshops wurde die bisherige Arbeitsweise der seracom unter die Lupe genommen, ein gemeinsamer Arbeitsplan erstellt und erstes Methodenwissen zur Interview-Technik vermittelt. Es hat sich als besonders wichtig herausgestellt, dass nicht nur vom Schreibtisch aus die Nutzerperspektive eingenommen wird, sondern im Gespräch und in Workshops mit tatsächlichen Nutzern sehr frühzeitig Kontakt aufgenommen werden sollte. Hr. Sernatinger, der Geschäftsführer der seracom, brachte die Frage mit ein, wie er die Aufwände, die für frühzeitigen User Research anfallen, den Kunden kommunizieren kann. Auch diese Fragestellung wird im Rahmen des weiteren Projekts gemeinsam bearbeitet werden. Die Arbeitsweise mit Design-Thinking-Elementen und interaktiven Building Ideas Konzepten wurde in dem zweitägigen Workshop bereits durch learning-by-doing den Mitarbeitenden der seracom nahegebracht. Neben zeichnerischen Übungen (Vorstellungsrunde: Draw your neighbour) und Lego ® Serious Play ® wurde auch eine praktische Übung zur Interviewtechnik in den Workshop mit eingebaut. In Zweier-Teams bereiteten die Teilnehmenden eigene Interviews vor und führten sie dann mit einem Gesprächspartner durch. Die nächsten Schritte im Umsetzungsprojekt sind jetzt die Konzeption eines Interviewbogens, der in der Praxis angewendet werden kann, sowie die Auswahl einer User Research Methode, die exemplarisch im Laufe des Projekts gemeinsam umgesetzt wird. Daniel Sernatinger zieht ein positives Fazit aus den zwei Workshop-Tagen: “Die beiden Workshop-Tage waren für alle Teilnehmenden sehr inspirierend. Wir wenden die vermittelten Methoden direkt an und sind sehr gespannt auf weitere praxisorientierte Einblicke in nutzerzentrierte Methoden.” Auch Katja Jackson, Projektmanagerin bei seracom, freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: “Der Kick-off Workshop war unglaublich konstruktiv. Wir haben direkt angefangen die Interview Methode für ein aktuelles Projekt vorzubereiten.”


23.07.19

Kontakt

Doris Janssen
  • Fraunhofer IAO
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability
Patrick Stern
  • Fraunhofer IAO
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability

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