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Die Ergebnisse der Online-Umfrage zum Bedarf von KMU im Bereich Usability und User Experience (UUX) liegen vor: KMU setzen auf Kreativräume und Innovationsmethoden

Im Jahr 2018 führte das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Usability eine Online-Umfrage durch, bei der der aktuelle Stand kleiner und mittlerer Unternehmen im Bereich Usability und User Experience sowie deren zukünftige Bedarfe erfragt wurden. Insgesamt beantworteten 203 MitarbeiterInnen aus verschiedenen KMUs die Umfrage. Die Ergebnisse der Umfrage werden in loser Folge über diese Webseite veröffentlicht. Heute werden die Ergebnisse zm Umgang von Unternehmen mit Kreativität und Innovationsmethoden dargestellt, die in einem separaten Modul abgefragt wurden.

Die Nutzung von Innovationsmethoden, wie z.B. Design Thinking oder andere Kreativitätstechniken sind bei der Entwicklung von Produkten in ca. 13 % der Unternehmen bereits fest etabliert, in 22 % der Unternehmen in Erprobung und bei 16 % der Unternehmen vereinzelt im Einsatz. 26 % der Unternehmen sind Innovationsmethoden wie Design Thinking oder andere Kreativitätstechniken bekannt, aber sie werden nicht eingesetzt und für 23 % ist das Thema unbekannt. Beantwortet wurde diese Frage von 199 Teilnehmern. Insgesamt finden Innovationsmethoden somit grundlegend in knapp über 50 % der Unternehmen Anwendung, auch wenn diese überwiegend in Erprobung sind oder nur vereinzelt eingesetzt werden.

37 Teilnehmer gingen im Anschluss in einem optional bearbeitbaren Teil der Umfrage näher auf die Unterstützung von kreativer Arbeit in ihrem Unternehmen ein. Hier konnten Informationen zur kreativen Arbeitsweise und zur Rezeption von Kreativität durch die KMU gewonnen werden. Bei einer offenen Frage nach Arbeitsmaterialien zur Kreativität (Welche 7 Dinge sind Ihre wichtigsten Arbeitsmaterialien, wenn sie kreativ sein möchten?) nannten 75 % der Befragten analoge Materialien (Stifte, Papier, Post-Its, etc.) als wichtige Arbeitsmittel. Auffallend ist hierbei insbesondere, dass auch bei der digitalen Fraktion (42 %) nur insgesamt 2 Nennungen auftraten, die nicht gleichzeitig analoge Medien zusätzlich zum kreativen Arbeiten benötigen. Dies, sowie der Fakt, dass immerhin 12 % der Teilnehmer auch explizit den Raum und die Umgebung als „Material“ aktiv erwähnten, und auch Komfortaspekte wie Kaffee, Essen oder Musik von 25 % der Teilnehmer aktiv genannt wurden, lässt darauf schließen, dass kreatives Arbeiten auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen immer einen gewissen Freiraum benötigt, der durch Kreativitätsräume geschafft werden kann.

Beim der optional beantwortbaren Frage nach dem Ist-Zustand zu derartigen Räumen stellte sich heraus, dass mit 5 von 27 Unternehmen, die diese Frage beantworteten, ein überraschend hoher Anteil angibt, bereits einen Kreativitätsraum zu besitzen. Ob dies auch darauf zurückzuführen ist, dass diese Unternehmen vermehrt den optionalen Teil der Umfrage über Kreativität gewählt haben, oder tatsächlich die aktuelle Verbreitung von Kreativitätsräumen ist, lässt sich in der Retrospektive nicht mehr beantworten. Nichtsdestotrotz stärkt auch dieses Ergebnis die These, dass Kreativitätsräume in vielen Unternehmen in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden, und gerade mobile, portable Kreativitätsmaterialien, die sich ortsunabhängig einsetzen lassen, diesen Unternehmen helfen können.

Im Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Usability bieten wir interessierten Unternehmen hier die Möglichkeit, an einem Umsetzungsprojekt teilzunehmen, um einen erlebniszentrierten Innovationsprozess im Unternehmen zu etablieren. Die Ausschreibung dazu erfolgt im Lauf des April an dieser Stelle, interessierte Unternehmen können sich jedoch auch schon vorab bei Doris Janssen (Kontakt siehe unten) vormerken lassen.


04.04.19

Kontakt

Doris Janssen
  • Fraunhofer IAO
  • Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability

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