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Das Start-up eeaser beschleunigt die Energieeffizienz in Schwellenländern, indem es bei Unternehmen Effizienzmaßnahmen identifiziert und das nötige Know-how zur Umsetzung zur Verfügung stellt. Anhand der Erlebniskategorien, die Potenziale für positives Erleben im Arbeitskontext aufzeigen, werden gemeinsam Konzepte für eine positive User Experience für eeaser entwickelt. Das Konzept wird aktuell prototypisch umgesetzt und anschließend evaluiert. Für die Evaluation des Konzepts, werden derzeit Manager*innen aus in Industrieunternehmen mit Bezug zu industrieller Energietechnik gesucht. Mehr dazu im Artikel.

Vorgehen
Im bisherigen Verlauf des Projekts wurde zunächst eine Nutzungskontextanalyse durchgeführt, um den eeaser-Service näher kennenzulernen. So wurden alle relevanten Aspekte des Services, der Zielgruppen, Aufgaben(schritte) und Serviceumgebung analysiert. Als besonders bedeutsame Zielgruppe für das Projekt stellten sich Manager*innen von Industrieunternehmen heraus. Anschließend wurde die Erlebnispotentialanalyse (EPA) genutzt, um bei den ermittelten Aufgaben der Manager*innen Ansätze für positive Erlebnisse zu identifizieren. Ein Ergebnis war, dass Manager*innen bei der Analyse verschiedener Energieeffizienz-KPIs (Key Performance Indicator / Leistungskennzahl) ein hohes Erlebnispotential für die Erlebniskategorie ‚Etwas austüfteln‘ haben. Mittels der Brainwriting-Pool Methode wurden darauf aufbauend verschiedene Konzeptideen für eine Erweiterung des eeaser-Services entwickelt, die eine positive User Experience (UX) erzeugen sollen. Mit der Dotmocracy-Methode, bei der die Ideen mit dem größten Potenzial für das Projekt mit (digitalen) Klebepunkten markiert werden, wurden die Konzeptideen vom Projektteam bewertet und anschließend zu einem Konzept verdichtet. Konkreter wurde das Konzept mit der Methode Collaborative Sketching ausgestaltet, bei der ein visualisiertes Konzept nacheinander von allen Mitgliedern des Projektteams ergänzt und anschließend diskutiert wird. Das Ergebnis aus dieser Methode wurde als Papierprototyp aufbereitet.

Bei einer Bewertung des dabei entstandenen Papierprototypen stellte sich heraus, dass die zentrale Erlebniskategorie ‚Etwas austüfteln‘ möglicherweise durch das Konzept nicht optimal adressiert wird. Gemäß dem iterativen Vorgehen des menschzentrierten Gestaltungsprozesses, wurde daher entschieden, von der Entwurfs- in die Analysephase zurückzukehren. Aufgrund des komplexen Aufgabenfelds der Zielgruppe der Manager*innen war es notwendig, sich erneut gemeinsam mit eeaser intensiv mit den Aufgaben, Zielen und Herausforderungen der Zielgruppe zu beschäftigen. Um ein tieferes Verständnis für den Nutzungskontext und die Zielgruppe zu gewinnen, wurde der Geschäftsprozess von eeaser visualisiert und im Anschluss ein Szenario für die Zielgruppe geschrieben. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass eine weitere Erlebniskategorie, „Überblick haben“, von Bedeutung für die Zielgruppe ist.

 

Auf dieser Basis wurde das erste Konzept noch einmal modifiziert und erneut als Papierprototyp aufbereitet. Der zweite Papierprototyp mit der Konzeptidee wurde anschließend digitalisiert. Aktuell werden einzelne Funktionen am Konzept noch mal überarbeitet und detaillierter ausgearbeitet. 

Durch wöchentliche Meetings mit dem Projektpartner von eeaser, Martin Haagen, wird eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum gewährleistet, die durch ein tiefes gemeinsames Verständnis von den Inhalten und Zielen des Projekts geprägt ist. 

Ausblick
Im nächsten Schritt des Projekts wird das gemeinsam entwickelte Konzept in Form eines digitalen Prototyps umfangreich ausgearbeitet. Immer wieder soll dabei überprüft werden, ob die zentralen Erlebniskategorien „Etwas austüfteln“ und „Überblick haben“ vollumfänglich umgesetzt werden. Da im folgenden Schritt der Evaluation mit der Zielgruppe Manager*innen gearbeitet werden soll, wird besonders auf die inhaltliche Richtigkeit der Darstellungen und den Terminus im Prototyp geachtet. Mit der Evaluation soll die Frage beantwortet werden, ob das entstandene Konzept für die Zielgruppe angemessen ist und positive Erlebnisse bei der Nutzung fördert.


Für die geplante Evaluation werden aktuell noch Teilnehmende gesucht. Diese sollten in einer Management- oder Leitungsfunktion in Industrieunternehmen tätig sein und einen Bezug zu industrieller Energietechnik haben. Für die Teilnahme ist keine Vorbereitung notwendig. Das Wichtigste in Kürze:

  • Wer? Personen in Management- oder Leitungsfunktionen in Industrieunternehmen mit Bezug zu industrieller Energietechnik
  • Was? Evaluierung eines Prototyps hinsichtlich positiver UX
  • Wie lange? 60 Minuten
  • Wann und wo? Bis 21. Januar 2022, online
  • Wie? Bei Interesse wenden Sie sich gerne an Herrn Philipp Seidel (ps133@hdm-stuttgart.de)

“Positive Nutzererfahrungen sind für eeaser essenziell. Die Projektarbeit leistet hierzu einen guten Beitrag, da das Thema mit dafür vorgesehenen Methoden grundsätzlich adressiert wird” (Martin Haagen, CEO von eeaser, 30.11.21).


11.12.21

Kontakt

Prof. Dr. Michael Burmester
Christina Haspel
Anika Spohrer

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