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Auf der UIG-Tagung 2021 präsentiert Prof. Dr. Marc Hassenzahl Wohlbefinden als eigentliches Gestaltungsziel jeder Art von Technik, klärt wie Wohlbefinden im Alltag entsteht, wie es von Technik geformt wird und wie Gestalter gezielt Technik wohlbefindensorientiert gestalten können.

Technische Innovationen werden als wichtige wirtschaftliche Treiber verstanden. Kühl und rational arbeiten Ingenieure an Mega-Themen wie der Robotik, dem maschinellen Lernen, künstlicher Intelligenz und autonomen Systemen. Eines wird dabei aber gerne übersehen: um erfolgreich zu sein, müssen all diese Dinge ihren Weg in den Lebensalltag finden. Ohne soziale Innovation ist eine neue Technologie also wertlos. Wichtig ist dabei: Das Gestalten sozialer Innovationen benötigt andere Qualitäten als das Gestalten technischer Innovation. Empathisch und emotional statt kühl und rational. In diesem Sinne brauchen wir keine Ingenieure sondern kreative, verständnisvolle und sensible Gestalter eines freudvollen und bedeutungsvollen Lebensalltags.

Der Vortrag präsentiert Wohlbefinden als eigentliches Gestaltungsziel jeder Art von Technik, klärt wie Wohlbefinden im Alltag überhaupt entsteht, wie es von Technik geformt wird und wie Gestalter gezielt Technik wohlbefindensorientiert gestalten können.

Über Prof. Dr. Marc Hassenzahl:

Dr. Marc Hassenzahl ist Professor für "Ubiquitous Design / Erlebnis und Interaktion" am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Siegen. Als promovierter Psychologe verbindet er seinen erfahrungswissenschaftlichen Hintergrund mit einer Leidenschaft für das Interaktionsdesign. Im Mittelpunkt stehen dabei die Theorie und Praxis des Gestaltens freudvoller, bedeutungsvoller und transformativer Erlebnisse. Marc ist Autor von "Experience Design. Technology for all the right reasons" (MorganClaypool) und weiteren Beiträgen an der Nahtstelle von Psychologie, Designforschung, Interaktionsdesign und Informatik.

Über Universität Siegen, Arbeitsgruppe “Ubiquitous Design”:

In der Arbeitsgruppe „Ubiquitous Design“ (Leitung: Prof. Hassenzahl, Wirtschaftsinformatik, Universität Siegen) arbeiten insgesamt elf Designer, Psychologen und Informatiker an Prozessen, Methoden und Konzepten für die wohlbefindensorientierte, partizipative Gestaltung von Technik. Im Bereich Gesundheit geht es beispielsweise um die Frage, wie man virtuelle Realität zur Stressreduktion einsetzen kann (NOSTRESS, HIVE) oder Arthrosepatienten mit Hilfe von Technik zu mehr Bewegung ermuntern kann (Soc2Go). Andere Projekte beschäftigen sich mit begreifbarer Interaktion auf interaktiven Tischen im Wohnraum (PraktikApp) oder mit der Frage, wie man Assistenzrobotik optimal gestaltet und Telepräsenzrobotik in der Pflege einsetzt (GINA, e-VITA, Honda). Trotz der Fülle an unterschiedlichen Domänen steht aber nie die Technik per se im Vordergrund, sondern immer die Frage, wie Technik gestaltet sein muss, so dass sie im Alltag freudvoll und bedeutungsvoll wirken kann.

 

Tickets für die UIG-Tagung könnt Ihr hier erwerben.


01.06.21

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