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Foto von Samantha Borges auf Unsplash

Am 23. März fand die zweite erfolgreiche virtuelle KI-Konferenz der Mittelstand 4.0-Kompentenzzentren Stuttgart, Textil Vernetzt und Usability statt. Die noch junge und kleine Konferenz widmet sich praxisrelevanten Fragen, Anwendungsbeispielen und Methoden für die Umsetzung von KI-Systemen im Mittelstand. Das Kompetenzzentrum Usability stellte dort eine Proof-of-Concept-Untersuchung, ein KI-Pilotprojekt und einen neuen Workshop vor.

Unter dem Titel „KMU starten durch – Wie Sie mit KI Ihr Unternehmen voranbringen“ veranstalteten die drei benachbarten Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren Stuttgart, Textil Vernetzt und Usability am 23. März zum zweiten Mal eine virtuelle Konferenz zum Thema „Künstlicher Intelligenz“ (KI). Mehr als 50 BesucherInnen aus kleinen und mittleren Unternehmen versammelten sich zu der noch jungen Event-Reihe, welche im September 2020 erstmals ins Leben gerufen wurde.

Das Programm umfasste vier Vorträge am Vormittag und vier Workshops am Nachmittag, aus denen die TeilnehmerInnen wählen konnten. Nach einer Vorstellung der Mittelstand-Digital Initiative und der drei beteiligten Kompetenzzentren ging es im Vortrag von Wolfgang Beinhauer zunächst darum, wie ein Business-Nutzen von KI systematisch generiert werden kann. Darauf folgten zwei Beispiele für Start-ups, vom Kompetenzzentrum Usability bei der Machbarkeitsprüfung bzw. bei der Gestaltung der Mensch-KI-Zusammenarbeit unterstützt wurden und erfolgreich KI einsetzen. Robert Radloff von Curedatis stellte vor, wie KI bei der Auswertung medizinischer Artikel verwendet werden kann, und Jonas Menesklou von AskUI berichtete von Evaluation der Usability und User Experience ihres KI-Systems für die einfach nutzbare und positiv erlebbare Durchführung von QA-Tests auf Websites. Im dritten Vortrag zeigte Heiko Matheis, wie KI in der Textilindustrie für ressourcenschonende Produktion eingesetzt wird. Den Abschluss bildete Andreas Bildstein mit einem zum Nachdenken anregenden Einblick in ethische Fragestellungen in Hinblick auf die zukünftige Entwicklung und Nutzung von KI.

Nach der Mittagspause starteten vier parallele Workshops zu Edge KI (d.h. dezentrale Datenverarbeitung am „Rande des Netzwerks“ anstatt in der Cloud), Evaluationsmethoden für die Mensch-KI-Interaktion, KI-Anwendungsfall-Entwicklung und maschinelles Textverständnis. Im Methodik-Workshop wurde durch das Kompetenzzentrum Usability ein Überblick über verschiedene wissenschaftliche Fragebögen und Evaluationsmethoden für die Bewertung der Mensch-KI-Interaktion gegeben. So ist der Usability-Test als Methode oder zumindest als Begriff sicher vielen bekannt – doch wie steht es z. B. mit der Valenzmethode oder der UX Curve? Abschließend gab es noch einen Einblick in die Heuristische Evaluation, eine Form der Expertenevaluation, die meist mit den bekannten Usability-Heuristiken (d. h. grobe Daumenregeln) nach Nielsen in Verbindung gebracht wird – diesmal jedoch anhand einer neuen Sammlung von Heuristiken, die speziell für die Mensch-KI-Interaktion entwickelt wurden (Amershi et al., 2019). In einer praktischen Übung testeten die TeilnehmerInnen diese Heuristiken an einem öffentlich einsehbaren Chatbot, wodurch prompt mehrere Schwächen gefunden wurden.

Nach Abschluss des Events erreichte die Organisatoren eine Menge Lob im Chat und per Mail und auch wir möchten allen BesucherInnen für die Aufmerksamkeit und den anregenden Austausch danken! Besonderer Dank geht auch an die Referenten Robert Radloff von Curedatis und Jonas Menesklou von AskUI sowie an die Organisatoren vom Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Stuttgart, die für den reibungslosen Ablauf sorgten. Zum nächsten Mal wird die Konferenz voraussichtlich im September 2021 stattfinden – wir freuen uns darauf!


30.03.21

Kontakt

Manuel Kulzer
  • Region Süd
  • Mitarbeiter
  • KI-Trainer

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