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Wie wollen wir in Zukunft leben und arbeiten? Mit dem Blickwinkel der menschzentrierten Gestaltung wollen Prof. Dr. Michael Burmester und Nora Fronemann in ihrem Vortrag auf der UIG-Tagung am 07. April 2020 in Mannheim die Perspektiven auf die Digitalisierung erweitern, statt sie nur auf das Lösen von Problemen und die Steigerung von Effizienz- und Produktivität und damit einhergehende negative Folgen zu reduzieren.

Digitalisierung wird oft darauf reduziert, dass Probleme gelöst und Effizienz- und Produktivitätssteigerungen erreicht werden. In der Diskussion geht es dann darum, alle negativen Folgen zu beseitigen und rechtzeitig einzudämmen. So können Bilder der Bedrohung und des Ausgeliefertseins in Zusammenhang mit Digitalisierung entstehen. Da durch die Digitalisierung Lebensbereiche stark verändert werden können, liegt eigentlich die Frage nahe, wie wir in Zukunft leben und arbeiten wollen. Die Lösung gegebener Probleme reicht hier nicht aus. Es geht darum, Zukünfte zu entwerfen, die positiv und bedeutungsvoll erlebtes Leben ermöglichen. In ihrem Vortrag wollen Prof. Dr. Michael Burmester und Nora Fronemann die Perspektive auf Digitalisierung als menschzentrierte Gestaltungsaufgabe erweitern.

Über Prof. Dr. Michael Burmester:

Prof. Dr. Michael Burmester ist Konsortialleiter des deutschlandweiten Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Usability. Er studierte an der Universität Regensburg Psychologie und promovierte an der Universität Wuppertal. Seit 2002 ist er Professor für Ergonomie und Usability an der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart. Darüber hinaus ist Prof. Dr. Burmester Sprecher der Information Experience and Design Research Group (IXD). Sein Forschungsinteresse liegt darin, wie Technologie so gestaltet werden kann, dass sie zu Wohlbefinden und einem positiven Leben in Freizeit- und Arbeitskontexten beitragen kann. 

Über Nora Fronemann:

Nora Fronemann arbeitet im Kompetenzzentrum am Thema Innovation und Zukunft der Arbeit und hat dafür das PopUp-Toolkit und den Transferspace mitentwickelt. Am Fraunhofer IAO leitet sie das Team User Experience, das Ansätze für ein positives Nutzungserleben bei der Interaktion zwischen Mensch und Technik erforscht und entwickelt. Ihr fachlicher Schwerpunkt umfasst die Durchführung von User Research, Konzeption, Co-Creation und UUX Testing in Projekten mit Unternehmen sowie in Forschungsprojekten.

Über das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability:

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability gehört zu Mittelstand-Digital. Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk und informiert über mögliche Chancen und Herausforderungen. Die Kompetenzzentren helfen vor Ort dem kleinen Einzelhändler genauso wie dem größeren Produktionsbetrieb mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und praktischen Beispielen. Das Kompetenzzentrum Usability unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, digitale Technologien so zu gestalten, dass sie einfach genutzt und positiv erlebt werden können. Digitale Produkte und Dienstleistungen, die mittels Usability (Gebrauchstauglichkeit) und User Experience (Nutzererlebnis) (kurz: UUX)-Methoden gestaltet werden, führen zu höherer Produktivität, Freude an der Nutzung und mehr Kundenzufriedenheit. Je besser die UUX, desto schneller erfolgt die digitale Transformation kleiner und mittlerer Unternehmen.

Weitere Informationen zur UIG-Tagung 2020 finden Sie hier:


17.02.20

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